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Carrick-a-Rede Bridge

Auf unserer zweiten Reise nach Irland im vergangenen Jahr wollten wir den Norden des Landes erkunden. Im ersten Teil meines Reiseberichts über Nordirland erfahrt ihr alles über die Carrick-a-Rede Bridge.

Die Carrick-a-Rede Bridge befindet sich zwischen Ballycastle und Ballintoy in Nordirland und ist ganz bequem mit dem Auto zu erreichen. Die Hängebrücke ist eines der Top-Touristenziele und deshalb auch zu manchen Zeiten sehr überlaufen. Knapp 250.000 Touristen besuchen jährlich diese Brücke.

Die Geschichte

Die Brücke an sich steht schon seit über 350 Jahren. Sie wurde ursprünglich von Fischern gebaut, die sie als Übergang auf die andere Seite bzw. Insel nutzten, da der meist starke Seegang eine Fahrt mit dem Boot zu gefährlich machte. Ins Netz gingen damals den Fischern vorwiegend Lachse. Auch heute wird hier noch gefischt – jedoch gehen die Fangmengen sehr stark zurück. Heutzutage macht man mit dem Tourismus mehr Geld. Die Hängebrücke, die ca. 20 Meter lang und 30 Meter oberhalb des Meeres gespannt ist, wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals neu gebaut und speziell für die Touristen „sicherer“ und „stabiler“ gemacht.

Der Weg

Vom Parkplatz aus ist man, umgeben von einer wunderschönen Landschaft in gut 15 Gehminuten an der Brücke angekommen. Das Wetter mit Wind und Regen hätte bei unseren Besuch nicht typisch irischer sein können. Aber gerade das machte das Erlebnis umso spektakulärer.

Die Überquerung

Wer denkt, dass er einfach mal über die Brücke laufen kann, liegt falsch. Bei unserem Besuch wo man dachte, dass bei so einem Wetter nicht viel los sein wird, waren geschätzt mehr als 50 Leute die zur gleichen Zeit über die Carrick-a-Rede Bridge wollten. Deswegen hieß es jetzt erstmal sich brav in die Warteschlange stellen und warten. Danach geht aber alles umso schneller: ca. fünf Personen werden immer gleichzeitig vom Sicherheitspersonal über die Brücke geschickt. Viel Zeit für Fotos oder Videos oder um die Landschaft zu genießen, hat man zu solchen Stoßzeiten leider nicht. Für ein paar Schnappschüsse hat es aber dennoch gereicht. Da ich weder Höhenangst noch Angst vor Wasser habe, fand ich diese Überquerung auch bei stärkerem Wind und Regen sehr beeindruckend. Ich muss allerdings zugeben, dass die Brücke ziemlich wackelig ist und man sich teilweise festhalten muss.

Wenn man die andere Seite – also die kleine Insel erreicht hat, kann man sie zu Fuß noch ein kleines Stückchen erkunden. Danach geht es über die Brücke wieder zurück aufs Festland.

Kosten und Öffnungszeiten

Da sich die Hängebrücke im Besitz von National Trust befindet, ist für die Überquerung eine kleine Gebühr zu entrichten. Der Betrag von 9 Pfund (ca. 10,67 Euro) pro Erwachsenen ist schon ein wenig happig. Aber was will man auch von einem Touristen Hot-Spot anderes erwarten? Das eingenommene Geld kommt allerdings der Region und der Instandhaltung der Brücke zugute.

Geöffnet ist die Hängebrücke von März bis November. Bei zu starken Winden bleibt die Brücke aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Am Parkplatz gibt findet man noch einen kleinen Souvenirshop, der auch Snacks und Cafè anbietet. Toiletten sind natürlich auch vorhanden und können kostenlos genutzt werden.

Fazit

Wer keine Probleme mit Höhe oder Wasser hat und in der Gegend ist, sollte trotz Massentourismus diese Hängebrücke unbedingt erleben. Für mich war es wirklich ein tolles Erlebnis,  welches ich nie vergessen werde.

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