Eibsee

Manchmal muss es einfach sein, dass man nach einer anstrengenden Arbeitswoche das Wochenende für einen Tagesausflug nutzt. Und deswegen sind wir am vergangenen Samstag nach Garmisch-Partenkirchen gefahren.

Der Tag startete „mitten in der Nacht“. Um 4:45 Uhr klingelte bereits der Wecker. Gegen 5:30h machten wir uns auf den Weg zum Nürnberger Hauptbahnhof,  wo wir uns erstmal mit ein wenig Proviant eindeckten. Um 6 Uhr war schließlich Abfahrt mit dem Regionalexpress Richtung München. Witzig war, dass zu dieser Uhrzeit der Zug anscheinend nur mit Leuten gefüllt war, die genau das gleiche Ziel hatten wie wir.

In München angekommen waren dann nur  knapp 20 Minuten Zeit um in den Zug Richtung Garmisch-Partenkirchen umzusteigen. Der Zug war komplett voll und nur durch Glück erwischten wir noch zwei Sitzplätze. Je näher wir unserem Zielort kamen, desto schöner wurde die Landschaft und im Morgennebel zeigten sich bereits ein wenig die Berge.

In Garmisch angekommen bummelten wir erst ein wenig durch die Stadt und sind dann anschließend zur berühmten Skisprungschanze gefahren. Leider sind hier aktuell Bauarbeiten und deshalb ist fototechnisch da nicht viel zu machen. Ein weiteres Ausflugsziel in der Nähe der Schanze ist übrigens die Partnachklamm. Allerdings haben wir sie aus Zeitgründen nicht geschafft.

Zurück am Bahnhof warteten wir auf den Bus zum Eibsee. Dieser Bus ist leider nicht im Bayern-Ticket enthalten, die Fahrt muss also separat bezahlt werden. Pro Person kostet eine einfache Fahrt 4,70 Euro – ganz schön teuer aber jedoch völlig normal für eine „Touristenhochburg“ wie Garmisch-Partenkirchen. Während der knapp 40minütigen Fahrt bekommt man tolle Landschaften und typisch oberbayrische Häuser zu sehen.

Bevor wir unseren Rundgang um den Eibsee starteten, gab es für jeden von uns noch eine Kugel Eis für 1,50 Euro. Bestellt man die Kugel im Becher, bekommt man sie in einer recyclebaren Schale mit Holzlöffel. Etwas gewöhnungsbedürftig aber dennoch der richtige Schritt um der Umwelt etwas Gutes zu tun.

Dann ging es aber endlich los mit unserer kleinen Wanderung. Vorbei an herrlichen Ausblicken auf den Eibsee und den Bergen. Mal rauf mal runter, teils auch durch den Wald. Auf der ganzen Strecke gibt es in regelmäßigen Abständen Sitzmöglichkeiten und Mülleimer. Wem es nicht zu kalt war, hatte die Möglichkeit im Eibsee zu baden oder sich alternativ ein Boot auszuleihen.

Nach gut 2 ½ Stunden und knapp 14 Kilometern später hatten wir unseren Rundweg geschafft und es ging zurück zum Bus. Während wir auf ihn warten mussten, hatten wir noch Gelegenheit uns den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze vom Tal  aus anzuschauen. Mit dem Bus ging es dann wieder nach Garmisch-Partenkirchen und mit dem Zug zurück nach München und Nürnberg.

Als Fazit kann ich sagen, dass der Ausflug für einen Tag zu umfangreich war. Die Fahrerei allein (inkl. zum Eibsee) hat schon mehr als 7 Stunden vom Tag „gefressen“. Mit einer Übernachtung wäre es wesentlich entspannter gewesen und man hätte nicht ständig die Uhr im Blick haben müssen. Trotzdem war es wunderschön und auf alle Fälle eine kleine Abwechslung vom Alltag.

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