Fliegen mit Icelandair

Heute berichte ich euch von meinen Erfahrungen mit der Fluggesellschaft Icelandair,  mit welcher wir vor einigen Wochen nach Island geflogen sind. Ob ich diese Airline weiterempfehlen kann, könnt ihr hier nachlesen.

Icelandair war allerding nicht unsere erste Wahl um nach Island zu kommen. Eigentlich wollten wir mit der Fluggesellschaft Germania direkt ab Nürnberg fliegen. Was natürlich praktisch gewesen wäre.  Aufgrund der plötzlichen Insolvenz von Germania blieb uns dann aber nichts anderes übrig als einen anderen Flughafen für das geplante Reisedatum zu suchen. Mit viel Glück ergatterten wir zwei der letzten freien Plätze bei Icelandair ab Frankfurt. Es ist aktuell einer der wenigen Fluggesellschaften, die nach Island fliegt. Die Alternative und Billigflugairline „WOW-Air“ hatte ebenfalls Insolvenz angemeldet.

Allgemein

Icelandair (1979 gegründet) ist die nationale Fluggesellschaft Islands mit Sitz in Keflavik und Basis auf dem Flughafen Keflavik. Die Airline besitzt 38 Flugzeuge (Stand: März 2019), beschäftigt knapp 2000 Mitarbeiter und  bietet Flüge innerhalb Europas sowie in die USA an.

Ticketkauf

Der Kauf der Tickets wurde über die Icelandair Website abgewickelt. Dort gibt es, wie bei vielen anderen Fluggesellschaften auch, verschiedene Preiskategorien. Wir entschieden uns für die Kategorie „Economy Standard“. Sie beinhaltet Handgepäck, ein Freigepäck bis zu 23 kg und Sitzplatzreservierung. All das kann man direkt online buchen. Die Preise sind je nach Saison etwas unterschiedlich. Wir mussten allerdings etwas mehr als den „Normalpreis“ zahlen, da die Nachfrage nach freien Plätzen zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Germania Pleite extrem hoch war.

Check-In

Er erfolgt 48 Stunden vor Abflug bequem über das Internet. Die Boardkarten erhält man entweder per SMS oder E-Mail. Natürlich kann man sich alles auch sicherheitshalber ausdrucken. Da wir kein Gepäck aufgegeben hatten, konnten wir direkt vor Abflug zu den Sicherheitschecks.

Boarding

Nach den Sicherheitschecks und einer kurzen Wartezeit erfolgte dann das Borarding – etwas anders als wir es von den anderen Fluggesellschaften her kannten. Die Fluggäste wurden Reihe nach Reihe aufgerufen (von hinten beginnend). Auch wenn es am Anfang etwas komisch war, im nachhinein sehr clever, da es dann kein Durcheinander gibt und auch man schneller zum Sitzplatz kommt. Was überhaupt nicht kontrolliert wurde, waren die Maße und das Gewicht der Handgepäcksstücke. Man hätte wohl gut einen etwas größeren und schwereren Koffer nehmen können. Aber natürlich mit dem Risiko evtl. „erwischt“ zu werden.

Sicherheit

Auch wenn Icelandair eine etwas ältere Flugzeugflotte wie manch andere Airlines besitzt, erfüllen die Maschinen natürlich genauso die geforderten Sicherheitsstandards (sonst würde die Airline schließlich auch keine Flugerlaubnis erhalten).

Komfort an Bord

Im Gegensatz zu den Flugzeugen von Ryanair hat man hier ein wenig mehr Beinfreiheit. Bei meinen 1,62 m ist das aber eigentlich egal, da ich nicht viel Platz benötige. Die Sitze sind bequem und insgesamt absolut ausreichend für einen Mittelstreckenflug.

Sauberkeit an Bord

Die Sitzplätze waren sauber und der Boden gesaugt. Auch die Broschüren waren in einem sehr guten Zustand.

Unterhaltung an Bord

Hier findet man einen kleinen Unterschied zum Angebot von Ryanair: Es gibt  Touchdisplays mit verschiedenen Unterhaltungsprogrammen wie z. B. Filme, Serien und Dokumentationen über Island. Man kann das Boardmagazin digital lesen oder sich über Flugzeit und Route informieren. Der Ton funktioniert problemlos über normale Kopfhörer, die man meist sowieso dabei hat.

Verpflegung an Bord

Wie bei den meisten Airlines ist hier die Verpflegung zum Teil kostenpflichtig. Kostenlos ist ein Getränk  und ein Becher „Iceland-Water“. Wer etwas essen möchte, allerdings kostenpflichtig, kann aus mehreren Speisen wählen. Beim Hinflug entschied ich mich für einen Salat und auf dem Rückflug für ein Baguette. Beides war lecker und frisch. Beim Salat musste am Ende sogar mein Freund helfen, da die Portion wirklich riesig war. Kinder erhalten übrigens gratis ein kleines Verpflegungsset mit Getränk, Süßigkeiten und etwas zum Lesen.

Freundlichkeit des Flugpersonals

Keine Beanstandungen. Das Personal an Bord war wie bei anderen Airlines auch, sehr zuvorkommend und freundlich (mit einen sehr sympathischen, isländischen Slang). Unterhaltsam war, dass die Ansagen auf Englisch sowie auf Isländisch gemacht wurden.

Pünktlichkeit

Hier gibt es keine gravierenden Beanstandungen. Auf den Hinflug konnten wir mit zehn Minuten Verzögerung das Boarding beginnen, auf dem Rückflug knapp 20 Minuten später.

Business Class

Hierzu kann ich leider nicht viel schreiben aber ich konnte ein paar Bilder für Euch machen. Die Sitze sind natürlich deutlich breiter und der Abstand zur nächsten Reihe größer.

Fazit

Icelandair kann ich absolut weiterempfehlen. Wie auch bei anderen Airlines empfiehlt es sich so früh wie möglich zu buchen um gegenüber dem Normalpreis noch etwas sparen zu können.

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