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Was ich hauptberuflich mache

Wenn mich Leute fragen, was ich hauptberufliche mache und ich dann meinen Job sage, schauen mich die meisten mit großen, fragenden Augen an. Manche kennen den Begriff nicht oder können sich darunter nichts vorstellen. Deswegen möchte ich heute ein wenig über meinen Beruf plaundern.

“Visual Merchandiser – was ist denn das?” höre ich meist. Wenn ich dann sage “das ist auf deutsch gesagt Gestalterin für visuelles Marketing” verstehen nur die wenigen um was es sich wirklich handelt. Wenn das das Wort Dekorateurin fällt, höre ich dann meist endlich ein “ah, okay verstehe!”.

Wie es scheint, ist dieser Beruf nicht weit bekannt wenn man bedenkt, dass fast jedes Modehaus, Möbelhaus etc. diese fleißigen Leutchen hat, die im Hintergrund alles für die Kunden schick und schön machen.

Als ich vor meiner Ausbildungswahl stand, gab es auch recht wenig Ausbildungsplätze zur Auwahl. Hier in Nürnberg bildete nur drei Betriebe diesen Beruf aus und man kann sich denken, wie hier die Bewerberzahlen waren. Man musste schon gut aus der Masse rausstechen um einen Platz zur erhalten. Im Laufe der Zeit und jetzt allgegenwertig wird dieser Beruf bei vielen Einzelhändlern ausgebildet. Meist für drei Jahre – auch manchmal auf 2 1/2 verkürzt.

Was macht man als Visual Merchandiser?

Grundsätzlich ist man hier für die Warenpräsentation im Innenraumbereich sowie Schaufenster verantwortlich. Meist mit Vorgaben gestaltet man also Abteilungen, Fenster und Kampagnen, damit jede einzele Filale einer Modemarke in meinen Fall einen gewissen wiedererkennungswert hat, mit dem Ziel das der Kunde beim Reingehen gar nicht auf das Markenschild sehen muss sondern gleich weis das er im Laden XY ist. Das solche großen Veränderungen und Umbauten im Innenraum und Schaufenster meist nicht mitten am Tag passieren kann, wird diese Arbeit meist vor Ladenöffnung in aller Ruhe vor dem Kundenansturm gemacht. Zudem soll ja der Kunde einen gewissen “Wow-Effekt” haben wenn er den Laden betritt und das fertige Produkt sehen oder sich über eine Aktion freuen.

Auch wenn es Vorgaben gibt, kann man kreativ sein, denn nicht alles muss immer vorgegeben sein. In meinen Fall sind es Fenster, Hot Spots und die Prio Fläche am Eingang die immer nach Vorgabe gemacht werden müssen. Alles andere entscheidet man selbst unter Beachtung was sich gut verkauft und wie man es am Besten für den Kunden präsentiert. Aber auch danach ist die Arbeit nicht getan sondern man muss schnell reagieren können, wenn bestimmte Artikel an der Position nicht gut laufen. Durch einen sind somit die Produkte immer in Rotation, damit der Kunde immer wieder ewtas neues zu entdecken hat. Deshalb sollte man in diesem Beruf auch Listen- und Zahlenaffin sein.

Wichtig ist natürlich auch, dass man sich in der Branche auskennt. Bei mir also alles in Sachen Mode. Nur wenn man sich auch damit beschäftigt und ein gewisses Know-How hat, kann man auch Figuren stylen, die den Kunden zum Kaufen annimieren.

Die von mir geschriebenen Dinge soll nur ein kleiner Einblick in das Aufgabenfeld sein. Es gibt noch viele andere Dinge aber ich denke diese reichen fürs erste Mal. Ich kann von mir aus sagen, dass ich es bis jetzt keine Sekunde bereut habe, diesen Beruf gewählt zu haben  und könnte mir auch jetzt momentan nichts anderes vorstellen. Für diejenigen von Euch die eventuell vor der Berufswahl stehen und sich noch nicht ganz sicher sind kann ich auf jeden Fall ein Praktikum empfehlen – viele Modehäuser bieten soetwas an.

Gibt es vielleicht hier ein paar Visual Merchandiser Kollegen und Kolleginnen unter euch? Freue mich auf Eure Erfahrungen. :)

 

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